XXII. Internationales Festival Abel Carlevaro

20. bis 27. Juli 2014
mit EDUARDO FERNÁNDEZ (Uruguay)

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Kursinhalte:
vormittags: Südamerikanische Volksmusik und ihre Präsenz im klassischen Gitarrespiel

Konzerte:
20.07.2014 Eröffnungskonzert (opening concert) mit dem Trio
"Los Ungaros" (Ungarn)
20.00 Uhr (8:00 p.m.), "Altes Schloss", Erlbach

24.07.2013 Konzert mit der Sologitarristin Eva Beneke (USA/Deutschland)
19:30 Uhr (7:30 p.m.), in der Fachhochschule Markneukirchen (Mertz-Villa)
Veranstalter:
1. Vogtländischer Gitarre - Förderverein Erlbach e.V.

Weitere Kurse und Extraangebote
20.07. – 27.07.   Workshop: Gitarre und Alexandertechnik: mit Leon Frijns (Niederlande) Wie kann die Alexandertechnik vorteilhaft eingesetzt werden beim Gitarrenspiel?
20.07. – 27.07.   Kurs für "Abel Carlevaro-Technik" mit
20.07. – 27.07. Neu: Sonderkurs für Schüler bis 16 Jahre mit Patrick Zeoli (Argentinien/Irland).
21.07. Zupfinstrumentenausstellung durch die Handwerksmeister der Region

NEU ab 2007: Sonderanbebot für Schüler und weniger fortgeschrittene Gitarristen. Die Teilnehmer haben Gelegenheit zu besonders günstigen Teilnahmegebühren, unter der Anleitung intenational bekannter Gitarristen ihre Technik zu verbessern.
Die Kurse finden voraussichtlich im Hotel Schwarzbachtal statt. Unterkunft im Hotel Schwarzbachtal und in Ferienwohnungen.


Das Internationale Gitarrenfestival "Gitarre und Natur" lebt von dem Zusammenspiel Musik, liebreizender Landschaft, noch teilweise unberührter Natur, traditionellem Handwerk, gastfreundlichen Menschen - und der Vermittlung der Carlevaro-Gitarre-Spieltechnik. Sie soll zur technischen Reinheit und einer Klangvielfalt führen.
Darüber hinaus werden die Teilnehmer ihre Kenntnisse erweitern können, indem sie mehr über die "Ideen", die in einem Musikstück stecken, erfahren. Sie sollen wissen, wie wichtig es ist, zwischen den Noten zu lesen. Das gibt Anregungen, eigene Interpretationen und eine eigene musikalische Persönlichkeit zu entwickeln und zu gestalten.

Dem Motto "Gitarre und Natur" folgend, gelang es Prof. Abel Carlevaro fast 9 Jahre lang in reizvoller Umgebung, fernab vom hektischen Alltagsstress, Landschaft und Kunst harmonisch zu verbinden.

Am Tag seiner Anreise zum 9. Internationalen Gitarrenfestival nach Erlbach, verstarb Prof. Abel Carlevaro am 21.07.2001 in Berlin. Carlevaros Ideen aber werden das Festival auch in Zukunft unter der Leitung von Eduardo Fernández und dem Kursteam (Patrick Zeoli, René Toriello, Janez Gregori und Leon Frijns) prägen.

Zum Vermächtnis von Abel Carlevaro zählt auch die von ihm geschaffene neuartige Gitarrenkonstruktion. In 15 jähriger Entwicklungsarbeit gelang es ihm, seine Klangvorstellungen in einer auf akustisch und spieltechnischen Überlegungen beruhenden speziellen Bauform optimal umzusetzen. Das Modell "Carlevaro" wird von dem erfahrenen Gitarrenbaumeister Eberhard Kreul in Erlbach weiterhin gebaut.

Eduardo Fernández wurde 1952 in Uruguay geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung bei Guido Santórsola - Theorie, Héctor Tosar - Komposition und bei Abel Carlevaro († 2001) - Gitarre. Die langjährige, intensive Ausbildungsbeziehung zu Abel Carlevaro war für ihn eine solide Grundlage auf seinem künstlerischen Lebensweg.
Eduardo Fernández gehört zu den meistgeschätzten internationalen Spitzengitarristen der Gegenwart. Sowohl als Solist mit renommierten Orchestern, aber auch als Dozent an vielen Universitäten und Meisterkursen, als Komponist und Autor von verschiedenen didaktischen Werken für Gitarre setzte er Maßstäbe durch Originalität und hervorragende Qualität.

Kurssprachen:
Spanisch
Englisch
Deutsch

Kursgebühr:
Erwachsene: 225 €
Studenten: 160 €
Neu: Schüler bis 16 Jahre 80 €
Teilnehmer aus Osteuropa: 100 € .

Geschichte des Festivals
Das erste Festival fand 1993 statt. Seither ist es stetig gewachsen und zieht mittlerweile Künstler und Studenten aus über 20Ländern der Welt an. Im Laufe der Jahre wurde das Festival zueiner wichtigen Begegnungsstätte für Gitarrelehrer und -studentenaus Ost- und Westeuropa - kein Wunder, angesichts der außerordentlichenSchönheit der Umgebung und der intensiven Kursarbeit, die dennochvon einer familiären Atmosphäre geprägt ist. Auf Einladungdes 1.Vogtländischen Gitarrevereins wurde Abel Carlevaro (†2001), der weltberühmte Lehrer und Solist aus Uruguay, der Gründungsdirektordes Kurses. Carlevaro wird allgemein als eine der größtenPersönlichkeiten der Gitarre im 20. Jahrhundert anerkannt; seineGedanken zur Technik und Pädagogik des Instruments haben diesich ständig weiterentwickelnden Maßstäbe des Gitarrespielsauf der ganzen Welt entscheidend mitgeprägt. Carlevaros Wirkenin Erlbach gab daher allen Interessierten die Gelegenheit, sich eineganze Woche lang unter seiner persönlichen Anleitung mit seinen Ideen auseinanderzusetzen - eine Arbeit, die für alle Teilnehmer von großem Vorteil war. Viele von ihnen kommen Jahr fürJahr wieder, um ihr musikalisches und gitarristisches Verständnis zu vertiefen.
In der Konzertreihe, die ebenfalls einen Teil des Festivals darstellt, sind im Laufe der Jahre über 50 Künstler aufgetreten.Unter ihnen befinden sich einige der größten neuen Starsder Gitarre: Pavel Steidl, Carlo Marchione, Margarita Escarpa, Aldo Lagrutta und viele andere mehr.

Nach dem Tod von Abel Carlevaro wurde sein ehemaliger Schüler, der weltbekannte Gitarrist Eduardo Fernández, sein Nachfolger als Kursleiter. Dieser Wechsel hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Das Festival wurde weiter vergrößert, und seine im Laufe von zehn Jahren gewachsene Struktur, die sich durch Effizienz und Flexibilität bewährt hat, konnte sich organisch weiterentwickeln.
Das Festival trägt weiterhin den offiziellen Namen "Abel Carlevaro" zum Andenken an seinen großen Gründer, dem es auch seinen hochangesehenen Status in der europäischen Gitarrenszene verdankt.


Struktur des Kurses 2013: Im Kursprogramm liegt das Hauptaugenmerk auf die aktive Teilnahme aller Festivalbesucher in den drei Grundbereichen Mechanismus, Technik und Interpretation. Die mechanischen Elemente werden in Kleingruppen unterrichtet, in denen sich die Teilnehmer auf die wesentlichen Abläufe des Gitarrespiels konzentrieren können. Dabei geht es um die bewusste Wahrnehmung der mechanischen Bewegungen beim Gitarrespiel und das Wissen um ihre Funktionen und Wirkungen. Die Technik wird als Mittel zur Lösung von spezifischen Schwierigkeiten in einem Musikstück begriffen und anhand von Beispielstellen besprochen, die von den Kursteilnehmern mitgebracht werden.
Die Unterrichtseinheiten am Vormittag sind den Bereichen Technik und Mechanismus als Forumsunterricht gewidmet und anschließendem Üben in den Gruppen. Die Behandlung des Bereiches Interpretation findet am Nachmittag ab 14.00 Uhr im Rahmen von Forumsunterricht statt, für alle Teilnehmer, anschließend beginnt die Arbeit in den Gruppen. Nach individueller Absprache in den Gruppen oder mit dem Kursdozenten und dem künstlerischen Leiter ist ein Ensemblespiel möglich(ab 17.00 Uhr). In der Regel gibt es im Laufe der Kurswoche dreibis vier Konzerte. Darüber hinaus finden an konzertfreien Abendeneine Reihe von Veranstaltungen wie Seminare und Vorträge sowie Freizeitaktivitäten statt. Die Struktur des Kurses bietet auch viele Möglichkeiten zum Einbau von Entspannungs- und Übungszeiten.
Ergänzend zum Gitarreunterricht findet auch jedes Jahr zu Kursbeginn eine Instrumentenausstellung von heimischen Gitarrebaumeistern statt. Im Laufe der Woche können alle Kursteilnehmer zudem die Werkstätten der Gitarrebaumeister besuchen.
Im Jahre 2001 wurde zusätzlich der Unterricht in Alexandertechnik eingeführt und erfolgreich in die Struktur des Kurses eingegliedert. Der Unterrichtsleiter ist Dr. Herbert Steger aus Wien.
Die offiziellen Sprachen des Festivals sind Deutsch, Englisch und Spanisch. Bei Bedarf stehen Übersetzer bereit.


Example content image: left-align Abel Carlevaro (1916-2001) gilt zu Recht als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Evolution der zeitgenössischen Gitarre. Als Komponist, Solist, Lehrer und Forscher hat er ein wahrlich außergewöhnliches Lebenswerk hinterlassen, das einen unschätzbaren Beitrag zum gesamten Aufwertungsprozess der Gitarre in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt. Bereits in seiner Jugend hatte er das Glück, lange und intensive Beziehungen zu Mentoren wie Andres Segovia und Heitor Villa-Lobos knüpfen zu können, aus denen er die notwendige Erfahrung und den Mut schöpfte, um seinen eigenenmusikalischen Weg zu gehen. Dieser Weg machte ihn schließlich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zu einem Vermittler und Erläuterer der Werte einer früheren (und entscheidenden) Generation, zu der er selbst noch gehörte, an die jüngeren Musiker von heute. Er unternahm zahlreiche Konzertreisen in aller Herren Länder und vereinte die Rollen des Komponisten und Interpreten auf überzeugende underfolgreiche Weise. Carlevaros Untersuchungen zu den Grundlagen der Gitarrentechnik haben entscheidend zur Neudefinition der Didaktik des Gitarrespiels beigetragen und eröffnen neue Perspektiven für das Instrument und sein Repertoire. Nicht nur in seiner Heimat Uruguay, sondern auch in Erlbach und an zahlreichen anderen Orten auf der ganzen Welt übte Carlevaro einen überaus konstruktiven und ermutigenden Einfluss auf die heutige Generation der Gitarristen aus.